Montag, 26. Dezember 2022

Charlie Chan in Ägypten (1935)

Professor Arnold (George Irving) hat in Ägypten ein wertvolles Grab aus der Pharaonenzeit entdeckt. Bei der Öffnung des Grabes eines Hohepriesters kommt einer seiner Mitarbeiter ums Leben, der plötzlich tot umfällt.

Ein Monat nach den Ereignissen reist Charlie Chan (Warner Oland)  im Auftrag der französischen Gesellschaft für Archäologie nach Ägypten, um vor Ort zu klären, warum diverse Fundstücken von Arnolds Ausgrabung nicht im Museum von Paris sondern in privaten Sammlungen und in anderen Museen von Europa gelandet sind.

Als Chan die Ausgrabungsstätte erreicht, erfährt er dort von Arnolds Tochter Carol (Pat Paterson) und dessen Verlobten Tom Evans (Thomas Beck), dass der Professor schon seit längerer Zeit vermisst wird. Carol und Tom fahren zusammen mit Charlie Chan nach Kairo, um dort mit Professor John Thurston (Frank Conroy), Carols Onkel zu sprechen. Doch Thurston weiß auch nicht, wo sich der Professor aufhält.

Als Charlie Chan  den Anwesenden erklärt, warum er in Ägypten ist, bezweifeln diese die Echtheit der aufgetauchten Stücke aus dem altägyptischen Grab. Thurston führt Chan ins Laboratiorium des Haues, wo diverse Stücke aus dem Grab zur Untersuchung aufbewahrt werden. Darunter auch der Sarkophag des Hohepriesters.

Bei der Überprüfung des Sarkophages stellt Charlie Chan fest, dass dieser anscheinend geöffnet wurde. Nachdem der Sarkophag geröntgt wurde, stellt Thurston Ungereimtheiten an der Mumie fest und lässt ihn öffnen. Doch stattdessen einer fast dreitausendjährigen Mumie liegt darin die frisch einbalsamierte Leiche von Professor Arnold.

Nachdem das Licht im ganzen Haus für kurze Zeit ausgeht und die Augen der Statue der Göttin Sachmet zu leuchten beginnen, finden Charlie Chan und Tom Evans Carol bewusstlos im Haus am Boden liegen. Als sie wieder erwacht, erzählt sie den Anwesenden, dass ihr die Göttin Sachmet erschienen ist. Keiner glaubt ihr. Nur ihr Bruder Barry (James Eagles), der vor zehn Jahren beinahe von einer Statue erschlagen wurde und seitdem ein Krüppel ist, ist anderer Meinung.

Thurston lässt daraufhin Dr. Anton Racine (Jameson Thomas) holen, der der jungen Frau ein Beruhigungsmittel verabreicht. Danach gibt Thurston zu, diverse Stücke aus dem Grab an private Sammler verkauft zu haben, um die Ausgrabungen von Professor Arnold weiter finanzieren zu können.

Charlie Chan fährt zusammen mit Tom und Snowshoes (Stepin Fetchit) zur Ausgrabungsstätte zurück. Dort bittet Chan Tom, das Grab besichtigen zu dürfen. Bei der Besichtigung des Grabes geht plötzlich das Licht aus und die Göttin Sachmet erscheint den drei Männern.

Als sie zum Haus der Arnolds zurückkehren, entdeckt Charlie Chan nicht nur, dass Carole ein Rauschmittel verabreicht wurde, sondern ihr Bruder Barry wird auch noch  tot in seinem Zimmer aufgefunden.

Charlie Chan beschließt daraufhin zusammen mit Tom und Snowshoes noch einmal die Grabstätte zu untersuchen. Dort öffnen sie eine  Geheimtür, nachdem Chan und Tom gleichzeitig die beiden Hieroglyphen für Leben und Tod gedrückt haben. 
 
Dahinter ist eine kleine Kammer, die mit  Wasser gefüllt ist. Tom taucht und entdeckt nach kurzer Zeit eine weitere geheime Kammer dahinter, wo er neben diversen Kunstschätzen, auch die leuchtende Maske der Göttin Sachmet findet.

Bevor Tom von einem Unbekannten niedergeschossen wird, kann er noch durch einen Griff eine weitere Geheimtür öffnen, so dass Chan und Snowshoes  in den Raum gelangen und ihn noch rechtzeitig zum Arzt bringen können.

Nach dem Anschlag auf Tom stellt Charlie Chan dem Mörder eine Falle, der es eine weiteres mal auf den jungen Mann abgesehen hat...

Qualitativ kann „CHARLIE CHAN IN ÄGPYTEN“ seinen Vorgängern leider in keiner Weise das Wasser reichen, da die etwas wirre Geschichte um ein Grab aus der Pharaonenzeit, einen ominöser Fluch sowie das Auftauchen der Göttin Sachmet, doch eher in einen Horrorfilm als in einen Kriminalfilm gehören.

So müht sich Warner Oland als Charlie Chan redlich ab, um wenigstens etwas Krimi-Atmosphäre in den Film hineinzubringen, was ihm aber nur in einigen wenigen Szenen im Film  wirklich gelingt.

Ein Ärgernis von „CHARLIE CHAN IN ÄGPYTEN“  ist auch der ständig vor sich hinbrabbelnde farbige Schauspieler Stepin Fetchit, der den Diener Snowshoes spielt und der immer etwas besoffen und/oder zugedröhnt wirkt.

Ob beabsichtigt oder nicht. Die Szenen mit Snowshoes wirken nicht witzig, sondern bewirken genau das Gegenteil. Denn so verkommt „CHARLIE CHAN IN ÄGPYTEN“ zum Teil zu einer Krimi-Klamotte, was sehr schade ist.

© by Ingo Löchel

Charlie Chan in Ägypten
(Originaltitel: Charlie Chan in Egypt)
USA 1935

Stab

  • Regie: Regie: Louis King
  • Drehbuch: Robert Ellis und Helen Logan
  • Kamera: Daniel B. Clark
  • Schnitt: Alfred DeGaetano
  • Musik: Samuel Kaylin

Darsteller

  • Warner Oland als Charlie Chan
  • Pat Paterson als Carol Arnold
  • Thomas Beck als Tom Evans
  • Rita Hayworth als Nayda
  • Stepin Fetchit als Snowshoes
  • Jameson Thomas als Dr. Anton Racine
  • Frank Conroy als Prof. John Thurston
  • Nigel De Brulier als Edfu Ahmad
  • Paul Porcasi als Insp. Fouad Soueida
  • Arthur Stone als Dragoman
  • James Eagles als Barry Arnold
  • Frank Reicher als Dr. Jaipur
  • George Irving als Professor Arnold

FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 70 Minuten

Deutsche Erstaufführung: 8. Februar 1978 im deutschen Fernsehen

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