Donnerstag, 30. Juni 2022

Kommissar X - Drei blaue Panther (1968)

Anthony (Siegfried Rauch) und Smokey (Gianfranco Parolini) überfallen einen Gefangenentransport, um Arthur Tracey (Franco Fantasia) zu befreien, der Juwelen im Wert von 3 Millionen Dollar gestohlen hat, die er seinem Zwillingsbruder Robert (Franco Fantasia) zur Aufbewahrung überlassen hat.

Dabei schießen die beiden Gangster die Polizisten, die Tracey bewachen, rücksichtslos nieder.

Als sich Robert Tracey allerdings weigert, den drei Gangstern die gestohlenen Juwelen auszuhändigen, wird er von seinem Zwillingsbruder Arthur auf der Expo Montréal kaltblütig ermordet, der danach die Identität seines getöteten Bruders annimmt.

Währenddessen wurde der Privatdetektiv Jo Walker (Tony Kendall), genannt Kommissar X, mit der Aufklärung des Juwelendiebstahles beauftragt, der dabei Unterstützung von Captain Rowland (Brad Harris) erhält.

Als Kommissar X die gestohlenen Juwelen in einer Skulptur, genannt die "drei blauen Panther" findet, drohen die Gangster Robert Traceys Witwe Elisabeth zu töten (Erika Blanc) zu töten, wenn ihnen die Juwelen nicht übergeben werden...

Nach "IN DEN KLAUEN DES GOLDENEN DRACHEN" (1966) übernahm Regisseur Gianfranco Parolini unter seinem Pseudonym Frank Kramer in "DREI BLAUE PANTHER" zum dritten Mal die Regie in einem „KOMMISSAR X“- - Film, der auf dem gleichnamige Pabel Taschenbuch # 332 basiert.

Auch diesmal arbeiteten die beiden deutschen Produzenten Theo Maria Werner und Hans A. Pflüger und die Parnass-Film mit neuen Produktionspartnern, der Produzioni Europee Associate (PEA), der I.P.S. und der L.R.S., Montreal, zusammen. Gedreht wurde in Kanada und in Italien.

Gegenüber dem Vorgängerfilm "DREI GRÜNE HUNDE" konnte sich der fünfte Kommissar X- Film "DREI BLAUE PANTHER" überraschenderweise steigern.

Doch nach der interessanten Überfallszene, flacht der Film leider erheblich ab, da ab da an Klamauk angesagt ist, und die Handlung bisweilen ins Lächerliche abdriftet, insbesondere dann, wenn Tony Kendal in seinem lächerlichen Cowboy-Outfit auftaucht, in dem er wie eine Witzfigur aussieht.

Doch mit der Ermordung von Robert Tracey, der von seinem Bruder Arthur, geht die Krimihandlung glücklicherweise wieder spannend weiter, so dass danach bis zum Ende des Films keine Langeweile aufkommt.

Für Abwechslung sorgt zudem, dass Teile des Films in Kanada gedreht wurden, wodurch die Kulisse der Weltausstellung des Jahres 1967 in Montréal für "DREI BLAUE PANTHER" genutzt werden konnte.

Hinzu kommt, dass die Gangster in Gestalt von Franco Fantasia und Siegfried Rauch (der nach "Drei gelbe Katzen" zum zweiten Mal in einem Kommissar X- Film mitspielt) in "DREI BLAUE PANTHER" mehr zur Geltung kommen und weit mehr zu tun haben, als die Bösewichte in den Vorgängerfilmen.

Doch auch in Bezug auf die weiblichen Darsteller des Films in Gestalt von CORNY COLLINS als Emily Lambert und Erika Blanc als Elizabeth Tracy erlebt die fünfte Kommissar X - Verfilmung "DREI BLAUE PANTHER" eine positive Steigerung.

Denn die Schauspielerinnen agieren in dem „KOMMISSAR X“ - Film nicht als bloße Anhängsel, sondern die diesmal überraschend ernstzunehmenden weiblichen Rollen im Film, weisen gegenüber den Vorgängerfilmen auch insgesamt weit mehr Niveau auf, obwohl CORNY COLLINS in der fünften Kommissar X - Verfilmung weit mehr nackte Haut zeigen muss, als in ihren bisherigen Filmen.

© by Ingo Löchel

Kommissar X - Drei blaue Panther
Deutschland, Italien, Kanada 1968

Stab

  • Regie: Frank Kramer (Gianfranco Parolini)
  • Drehbuch: Gianfranco Parolini, Günter Rudolf und Giovanni Simonelli
  • Kamera: Rolf Kästel, Francesco Izzarelli und Rüdiger Meichsner
  • Schnitt: Edmond Lozzi
  • Musik: Marcello Giombini

Darsteller

  • Tony Kendall als Kommissar X
  • Brad Harris als Captain Tom Rowland
  • Corny Collins als Emily Lambert
  • Hannelore Auer als Betty Rogers
  • Siegfried Rauch als Anthony
  • Erika Blanc als Elizabeth Tracy
  • Franco Fantasia als Robert Tracy/Arthur Tracy
  • Erwin Strahl als Inspektor Lefèvre
  • Gianfranco Parolini als Smoky
  • Laci von Ronay als Inspektor Barry
  • Carlo de Castro als William Rogers

FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 89 Minuten

Deutscher Kinostart: Am 4. April 1968
 

Keine Kommentare: