Donnerstag, 5. Mai 2022

Schauspieler Steve McQueen

Steve McQueen wurde am 24. März 1930 als Terence Steven McQueen in Beech Grove, Indianapolis, Indiana, USA, geboren.

Als Sohn einer alkoholkranken Mutter verbrachte McQueen seine Kindheit auf der Farm seines Onkels, ohne seinen Vater je kennengelernt zu haben. Später nahm ihn seine Mutter zu sich nach Indianapolis und später mit nach Los Angeles, wo sich McQueen Jugendbanden anschloss.  

Mit 14 wurde in ein Heim für schwer erziehbare Jungen eingewiesen. Bereits als Teenager wechselte McQueen ständig die Jobs, nur durch seinen Wehrdienst unterbrochen.

Nach seinem Militärdienst in der Marine (1947-1950), trat Steve McQueen 1952 dem "Neighborhood Playhouse" in New York bei und studierte Schauspielerei bei Uta Hagen und Herbert Berghof. Um Geld zu verdienen, nahm er an Motorrad-Rennen teil, in denen er sehr erfolgreich war.

1953 gab Steve McQueen mit dem Film "GIRL ON THE RUN" sein Filmdebüt. Nach Off-Broadway-Stücken wie "Peg o' My Heart", "The Member of the Wedding" und "Two Fingers of Pride", gab er mit dem Stück "A HATEFUL OF RAIN" sein Broadway-Debüt, indem er den Schauspieler Ben Gazzara in der Rolle des Johnny Pope ersetzte.

1955 gab McQueen in "THE CHIVINGTON ROAD", einer Folge der Serie "GOODYEAR TELEVISION PLAYHOUSE", sein TV-Debüt. Danach folgten unter anderem Gastauftritte in Serien wie "THE UNITED STATES STEEL HOUR" (1956), "WEST POINT" (1957), "STUDIO ONE" (1957), "CLIMAX!" (1958) und "WELLS FARGO"

Am 2. November 1956 heiratete er Neile Adams von der er sich am 26. April 1972 aber wieder scheiden ließ. Das Paar hatte zwei Kinder zusammen.

1958 erhielt McQueen in dem SF-Film " BLOB - SCHRECKEN OHNE NAMEN" seine erste Hauptrolle, der ein Hit an den Kinokassen wurde.

"Kritiker streiten immer noch: Ist der "Blob" nun ein Kultstreifen oder eher "verdummender Unsinn"? Fest steht, dass er 1958 ein Riesenerfolg wurde.Die mit 240.000 Dollar produzierte Mischung aus Horror und Sci-Fi spielte insgesamt 20 Millionen Dollar ein.

Kein Wunder, wurde der Blob doch von einem Pudding gedoubelt. Zum Kultstatus verhalf ihm der eigens für den Film komponierte Rock-Song "Beware of the Blob" von Burt Bacharach." (1)

Am 6. September 1958 lief mit "THE MARTIN POSTER", die erste Folge der Western-Serie "DER KOPFGELDJÄGER" über die US-amerikanischen Fernsehbildschirme.  Bis zur Einstellung der Serie im Jahr 1961 mimte Steve McQueen den Josh Randall in insgesamt 94 Folgen der TV-Serie.

1960 drehte der Schauspieler an der Seite von Yul Brynner den Kult-Western "DIE GLORREICHEN SIEBEN" mit dem ihm der endgültige Durchbruch als Schauspieler gelang.

"John Sturges' berühmter Western mit erstklassiger Besetzung entstand nach Akira Kurosawas Klassiker "Die sieben Samurai". Dabei beeindruckt neben den Darstellern vor allem die hervorragende Fotografie und die mittlerweile ebenfalls zum Klassiker avancierte Filmmusik.“ (2)

Nach "WENN DAS BLUT KOCHT" (1959), "DIE HEIRATSMASCHINE" (1961), "DIE INS GRAS BEISSEN" (1962) und  "WIR SIND ALLE VERDAMMT" (1962) folgte 1963 der Film "GESPRENGTE KETTEN".

"Hervorragend fotografierter und inszenierter Thriller um einen Massenausbruch alliierter Kriegsgefangener von John Sturges. Auch wenn dieser Film - er entstand nach einer wahren Begebenheit - seine Längen hat, die gekonnte Machart und die brillante Besetzung machen dies wett. Besonders gelungen: die Sequenz, in der Steve McQueen in halsbrecherischer Motorrad-Fahrt von den Nazis gejagt wird." (3)

1965 folgten die Filme "CINCINNATI KID".

"Norman Jewison zeigt in dieser kammerspielartigen Inszenierung ein packendes, atmosphärisch dichtes Porträt besessener Spieler, die von Steve McQueen und Edward G. Robinson eindrucksvoll dargestellt werden.

Eigentlich war Spencer Tracy für die Rolle des Lancey Howard vorgesehen, doch schließlich lehnte Tracy ab. Viel Ärger gab es auch während der Produktion, denn zunächst sollte Sam Peckinpah Regie führen, der für den Europa-Markt unbedingt eine Nacktszene mit Sharon Tate forderte.

Doch dazu kam es nicht mehr, nach interen Spannungen mit Produzent Martin Ransohoff warf Peckinpah das Handtuch, und auch Tate verließ den Set. Norman Jewison drehte daraufhin den Film. Für den Schnitt zeichnete übrigens der spätere Regisseur Hal Ashby verantwortlich." (4),

der  Western "NEVADA SMITH"

"Dieser Western gehört zu den besten Arbeiten von Regisseur Henry Hathaway. Harold Robbins lieferte die Vorlage mit seinem Bestseller "Die Unersättlichen", die Musik schrieb der vierfache Oscar-Preisträger Alfred Newman. Steve McQueen war zu der Zeit auf dem Höhepunkt seines Ruhms, gehörte zu den bestbezahlten Stars Hollywood und feierte Triumphe als Action-Held." (5),

sowie der Film "KANONENBOOT AM YANGTSE-KIANG" (1966)

 "Das packend und perfekt inszenierte Anti-Kriegsepos wurde von Robert Wise so geschickt umgesetzt, dass es bewußt auf Vietnam übertragbar war. Damit griff er direkt die Regierung der USA an und verurteilte deren Kriegstreiben. Dabei liefert McQueen eine brillante Leistung als zynischer Seemann." (6)

Die Rolle des Matrosen in "Kanonenboot am Yangtse-Kiang“ brachte Steve McQueen 1967 eine OSCAR-Nominierung ein.

1968 drehte Steve McQueen den Thriller "THOMAS CROWN IST NICHT ZU FASSEN".

"Eine absolut brillant inszenierte und gespielte intelligent-ironische Krimikomödie von Norman Jewison, die ganz den Zeitgeist ihrer Entstehungszeit spiegelt und die ohne Zweifel vor allem von ihren Stars Faye Dunaway und Steve McQueen lebt.

Die beiden geben ein faszinierendes Paar und versehen ihr Verhältnis mit vielen ironischen Untertönen und einer gehörigen Prise Erotik: So war etwa die Kuss-Szene schon zu damaliger Zeit pikant." (7)

sowie "BULLITT“ (1968), der mit einem Einspielergebnis von 42,4 Millionen US-Dollar zu seinem erfolgreichsten Filmen in den 1960er wurde.

Unmittelbar nach dem Film "GETAWAY" heirateten Steve McQueen am 31. August 1973 seine Filmpartnerin Ali MacGraw.

In den 1970er Jahren waren die beiden Schauspieler das neue  Traumpaar Hollywoods. Doch die Ehe hielt nicht lange und wurde bereits 1978 wieder geschieden.

Nach "GETAWAY“ folgten die Filme "PAPILLON" (1973), "FLAMMENDES INFERNO" (1974), "EIN FEIND DES VOLKES" (1978) und "ICH, TOM HORN“ (1980).

Der Katastrophenfilm "FLAMMENDES INFERNO" wurde mit einem Einspielergebnis von 139,7 Millonen US-Dollar zu McQueens erfolgreichsten Film. Gefolgt von "PAPILLON" mit einem Einspielergebnis von 53,2 Millionen US-Dollar.

Am 16. Januar 1980 heiratete McQueen Barbara Minty mit der er bis zu seinem Tod zusammenlebte. 1980 drehte der Schauspieler mit "JEDER KOPF HAT SEINEN PREIS" seinen letzten Film. 

Steve  McQueen verstarb am  7. November 1980 in Ciudad Juárez, Mexiko, an den Folgen seiner Krebserkrankung.

© by Ingo Löchel

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Filmographie

  • 1.    Girl on the Run (1953)
  • 2.    Somebody Up There Likes Me/Die Hölle ist in mir (1956)
  • 3.    Never Love a Stranger/Der Gangsterkönig von New York (1958)
  • 4.    The Blob/Blob, Schrecken ohne Namen (1958)
  • 5.    The Great St. Louis Bank Robbery/The St. Louis Bank Robbery (1959)
  • 6.    Never So Few/ Wenn das Blut kocht (1959)
  • 7.    The Magnificent Seven/Die glorreichen Sieben (1960)
  • 8.    The Honeymoon Machine/Die Heiratsmaschine (1961)
  • 9.    Hell Is for Heroes/Die ins Gras beißen (1962)
  • 10.    The War Lover/Wir alle sind verdammt (1962)
  • 11.    The Great Escape/Gesprengte Ketten (1963)
  • 12.    Soldier in the Rain (1963)
  • 13.    Love with the Proper Stranger/Verliebt in einen Fremden  (1963)
  • 14.    Baby the Rain Must Fall/Die Lady und der Tramp (1965)
  • 15.    The Cincinnati Kid/Cincinnati Kid (1965)
  • 16.    Nevada Smith (1966)
  • 17.    The Sand Pebbles/Kanonenboot am Yangtse-Kiang (1966)
  • 18.    The Thomas Crown Affair/Thomas Crown ist nicht zu fassen (1968)
  • 19.    Bullitt (1968)
  • 20.    The Reivers/Der Gauner (1969)
  • 21.    Le Mans (1971)
  • 22.    Junior Bonner (1972)
  • 23.    The Getaway/Getaway (1972)
  • 24.    Papillon (1973)
  • 25.    The Towering Inferno/Flammendes Inferno (1974)
  • 26.    Dixie Dynamite/Dynamite Trio (1976)
  • 27.    An Enemy of the People/Ein Feind des Volkes (1978)
  • 28.    Tom Horn/Ich, Tom Horn (1980)
  • 29.    The Hunter/Jeder Kopf hat seinen Preis (1980)

TV-Serien

  • 1.    Goodyear Television Playhouse (1 Folge, 1955)
  • 2.    Armstrong Circle Theatre (1 Folge, 1955)
  • 3.    Playwrights '56 (1 Folge, 1955)
  • 4.    The United States Steel Hour (1 Folge, 1956)
  • 5.    Matinee Theatre (1 Folge, 1956)
  • 6.    Studio One (als Joseph Gordon (2 Folgen, 1957)
  • 7.    West Point (1 Folge, 1957)
  • 8.    The 20th Century-Fox Hour (1 Folge, 1957)
  • 9.    The Big Story (1 Folge, 1957)
  • 10.    Climax! (1 Folge, 1958)
  • 11.    Tales of Wells Fargo/Wells Fargo (1 Folge, 1958)
  • 12.    Trackdown (2 Folgen, 1958)
  • 13.    Wanted: Dead or Alive/Der Kopfgeldjäger (als  Josh Randall, 94 Folgen, 1958-1961)
  • 14.    Alfred Hitchcock Presents/ Alfred Hitchcock präsentiert (2 Folgen, 1959-1960)

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